2022 veröffentlichten vierzehn Wissenschaftler eine Antwort auf eine Frage, die wie eine Kinderfrage klingt und wie ein Atlas liest: Bringt ein wärmerer Planet mehr Regenbögen hervor, oder weniger? Im Schnitt mehr. Der Durchschnitt ist der am wenigsten interessante Teil.
Die Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Global Environmental Change, wurde von Kimberly Carlson geleitet, damals an der University of Hawaii at Manoa, heute an der New York University. Zu den Mitautoren zählt Steven Businger, der Atmosphärenwissenschaftler, dessen Forschung erklärt, warum Hawaii sich selbst die Regenbogen-Hauptstadt der Welt nennt (ein Titel, zu dessen Rechtfertigung seine eigene Arbeit viel beigetragen hat).
Regenbögen zu zählen ist schwerer als Regen zu zählen, denn kein Instrument zeichnet sie auf. Nur Menschen tun das. Also brachte das Team einem Modell bei, unsere Fotos zu nutzen: zehntausende mit "Regenbogen" markierte Flickr-Bilder, von Hand geprüft, um echte Bögen zu behalten und Regenbogenflaggen, Regenbogenkuchen und alles andere Regenbogenhafte auszusortieren. Jedes verifizierte Foto trägt eine Zeit und einen Ort. Vergleicht man das mit Niederschlag, Bewölkung und Sonnenwinkel, erhält man ein Modell der Bedingungen, unter denen Menschen nachweislich Regenbögen sehen. Richtet man dieses Modell auf Klimaprojektionen, erhält man etwas Neues: eine Regenbogen-Vorhersage für das Jahr 2100.
Die Kernaussage: Bis 2100 erlebt der durchschnittliche Landort auf der Erde etwa 5 Prozent mehr Regenbogentage als zu Beginn dieses Jahrhunderts, wobei die genaue Zahl davon abhängt, wie stark sich der Planet erwärmt. Wichtiger ist die Geografie hinter dem Durchschnitt:
Ein Jahr vor der Klimastudie legte Businger im Bulletin of the American Meteorological Society dar, warum Hawaii überall sonst den Rang abläuft. Passatwind-Schauer treffen im Abstand von 30 bis 50 Kilometern ein, weit genug, dass Sonnenlicht dazwischen den Regen erreicht. Schauer vertiefen sich nachts über dem warmen Ozean und blühen morgens zu Bögen auf. Berge schärfen auf jeder Insel die Grenze zwischen Regen und Sonne. Und die Luft, eine Erdhalbkugel von kontinentalem Staub und Verschmutzung entfernt, ist sauber genug, um die Farben unverdünnt zu lassen.
Under the 2022 projections, the rainbow capital gets richer still: the Hawaiian islands are predicted to gain a few more rainbow days per year. You can watch the benchmark live on Bowcast's Honolulu and Hilo pages.
The study's ingredients are Bowcast's ingredients: falling rain, open sun, and the geometry that puts a bow 42 degrees from the point opposite the sun. The difference is the clock. Carlson and colleagues forecast rainbows across decades to ask what a warming climate does to them. Bowcast runs the same physics hour by hour to answer a smaller question: should you step outside before dinner? The live map estimates the chance anywhere on Earth, and the science page shows exactly how.